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Fördermöglichkeiten für Weiterbildungswillige


Um im Berufsleben voranzukommen, ist eine gute Bildung wichtig. Sie stellt nicht nur den Stützpfeiler eines jeden Einzelnen, sondern auch der Gesellschaft dar. Um Menschen dabei zu unterstützen, leichter an Bildung zu gelangen, um mit beiden Beinen fest im Berufsleben stehen zu können, wird berufliche Weiterbildung gefördert. Je nachdem, aus welcher Situation heraus man sich für eine Weiterbildung interessiert, kommen unterschiedliche Förderungsmöglichkeiten infrage.

Weiterbildung kostet Geld

Immer wieder hört man, dass sich die Menschen in Deutschland zu selten weiterbilden. Dabei macht eine Weiterbildung nicht nur bei einer bestehenden oder drohenden Arbeitslosigkeit Sinn. Sie kann auch den Grundstein für die berufliche Karriere und das Vorankommen bilden. Da Weiterbildung jedoch auch mit Kosten verbunden ist, gibt es eine deutschlandweite Weiterbildungsförderung. Immerhin kann eine Weiterbildung so einiges kosten. Je nach Art, Dauer und Umfang können hier mehrere Tausend Euro anfallen. Für alle Weiterbildungswilligen gibt es deswegen zahlreiche Förderprogramme. Nicht nur der Bund hält einige Fördertöpfe bereit, auch die einzelnen Bundesländer beteiligen sich mit Zuschüssen daran, Fortbildungen zu fördern.

Weiterbildung auch für Ältere

In den letzten Jahren kam es in vielen Berufen zu einem Wandel. Der Grund dafür ist unter anderem die Digitalisierung. Viele ältere Arbeitnehmer fühlen sich dadurch verunsichert. Sie glauben, zu alt zu sein, um noch etwas Neues dazulernen zu können. Experten sind da jedoch anderer Meinung. So sagte Paul Ebsen, Sprecher der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, dass Weiterbildungen auch für ältere Beschäftige wichtig seien. Denn entscheidend sei bei Weiterbildungen nicht das Geburtsdatum im Personalausweis, sondern die beruflichen Umstände sowie die Motivation des Einzelnen.

Für weiterbildungswillige Arbeitnehmer der älteren Generation gibt es sogar spezielle Fördermöglichkeiten. Eine davon ist das Programm WeGebAU, das sich an Arbeitnehmer ab 45 Jahren richtet. Die Kostenübernahme beträgt bis zu 75 Prozent der Weiterbildungskosten.

Diese Fördermöglichkeiten gibt es

Prinzipiell hält der Bund für jeden Weiterbildungswilligen eine passende Förderung bereit. Wer sich unsicher ist, kann sich direkt bei der Arbeitsagentur informieren. Dort werden die einzelnen Weiterbildungsförderungen vorgestellt.

Die wohl bekannteste Förderung ist der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS). Dieser soll die Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt verbessern und richtet sich an Arbeits- und Ausbildungssuchende. Der Inhaber des so genannten Vermittlungsgutscheins kann an einer Weiterbildung teilnehmen, welche einen Zeitraum von etwa acht Wochen umfasst.

Auch der Bildungsgutschein ist vielen als Begriff geläufig. Wer wird nach dem SGB II oder III gefördert wird, kann einen solchen beantragen. Die Agentur für Arbeit überprüft dabei zunächst die persönlichen Voraussetzungen als auch die körperliche und geistige Eignung. Wird der Bildungsgutschein bewilligt, kann er innerhalb von drei Monaten bei einem entsprechenden Anbieter eingelöst werden. Das Besondere an dieser Weiterbildungsförderung ist, dass nicht nur die Lehrgangskosten übernommen werden, sondern Fahrtkosten sowie die Kosten für eine notwendige Kinderbetreuung.

Für Fachkräfte mit Berufserfahrung, die ein erstes Hochschulstudium in Vollzeit oder berufsbegleitend an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule absolvieren möchten, kommt die Stiftung Begabtenförderung infrage. Das Aufstiegsstipendium umfasst die Kostenübernahme von monatlich 735 Euro plus 80 Euro Büchergeld. Außerdem gibt es für Kinder unter 10 Jahren eine Betreuungspauschale in Höhe von 130 Euro pro Kind. Entscheidet man sich für ein berufsbegleitendes Studium, ist eine jährliche Förderung von 2.400 Euro möglich.

Die passende Weiterbildungsförderung finden

Der Bund unterteilt Weiterbildungswillige in vier Gruppen:

1. Arbeitnehmer
2. Arbeitslose
3. Berufsrückkehrer
4. Selbständige

Für alle vier Gruppen gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten. Je nach Bundesland kann es sein, dass es noch weitere Fördermöglichkeiten gibt. So gibt es in Hamburg zum Beispiel den Weiterbildungsbonus 2020 für Arbeitnehmer in kleinen und mittleren Unternehmen, Existenzgründer, Selbständige, Geringqualifizierte, Aufstocker, Auszubildende und Arbeitnehmer, die nach dem "Hamburger Modell" beschäftigt sind.

28.11.2018

 

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