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Schiedsrichter im Amateursport werden: Der Ablauf in der Praxis


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Im Saarland beginnt der Weg zum Schiedsrichter im Amateursport mit der Anmeldung für den Anwärterlehrgang beim zuständigen Landesverband. Nach einer erfolgreichen Abschlussprüfung sind die weitere Betreuung der neuen Spielleiter mit einem Patenkonzept und Fortbildungslehrgänge im Fußball unentbehrlich. Im Vergleich zum Profifußball mit dem Videobeweis aus der Bundesliga und artverwandten Techniken wie dem Hawk-Eye unterscheidet sich die Tätigkeit eines Referees im Amateurbereich erheblich.

Anmeldung für die Ausbildung zum Schiedsrichter beim SFV

Wer in unteren Fußball-Ligen eine Amateurkarriere als Schiedsrichter beginnen will und an der notwendigen Ausbildung interessiert ist, kann hierfür über die Website des Saarländischen Fußballverbands Kontakt aufnehmen. Generell akzeptiert der SFV alle Frauen und Männer, die allgemeine Voraussetzungen für die Zulassung als Spielleiter erfüllen. Angehende Schiedsrichter müssen im Saarland mindestens ein Alter von 14 Jahren erreicht haben und die deutsche Sprache für die Kommunikation mit den Fußballspielern auf dem Platz ausreichend beherrschen.

Vor dem Beginn eines Anwärterlehrgangs beim SFV ist es darüber hinaus zwingend erforderlich, dass der zukünftige Referee über die Mitgliedschaft in einem saarländischen Fußballverein verfügt. Falls ein Interessent bisher keinem Fußballklub im Bundesland angehörte, lässt die Teilnahmevoraussetzung sich mit einem akzeptierten Mitgliedsantrag bis zum ersten Tag des Lehrgangs erfüllen. Eine Vereinsmitgliedschaft ist auch wegen des notwendigen Versicherungsschutzes im Rahmen der Fußballspiele unverzichtbar.

Während der Ausbildung zum Fußball-Schiedsrichter entstehen für die Teilnehmer im Normalfall keine Kosten. Insofern die Regeln des Saarländischen Fußballverbands eine Ausbildungsgebühr vorsehen, kommt der Fußballverein des Anwärters dafür auf. Denn am Ende profitieren vor allem die Klubs davon, dass in den regionalen Wettbewerben für die Jugend und die Erwachsenen zusätzliche Referees zur Verfügung stehen.

Anwärterlehrgang des Saarländischen Fußballverbands mit Abschlussprüfung

Im Rahmen eines Anwärterlehrgangs des Saarländischen Fußballverbands stehen die 17 elementaren Regeln eines Fußballspiels im Mittelpunkt. Das Abseits erhält dabei genauso wie der Strafstoß, der Eckball und weitere Standardsituationen des Fußballs ein eigenes Kapitel. Zugleich befassen die Teilnehmer sich im Anwärterlehrgang zum Beispiel damit, welche Anzahl und Ausrüstung für Spieler im Amateur- oder Jugendbereich unter verschiedenen Bedingungen zugelassen ist. Vorgaben zur Überprüfung des Spielfelds und des Balls spielen in der Ausbildung zum Schiedsrichter auch eine zentrale Rolle. Auf die richtige Kommunikation der Entscheidungen mit der Verwendung der Trillerpfeife geht ein Lehrgang ebenfalls ausführlich ein.

Das Basiswissen mit grundlegenden Kenntnissen vermittelt der Anwärterlehrgang des SFV den Teilnehmern nicht ausschließlich durch theoretischen Unterricht. Darüber hinaus erlernen die angehenden Schiedsrichter mit Übungen die Anwendung der Regeln in der Praxis. Der Saarländische Fußballverband veranstaltet üblicherweise im Herbst und im Frühjahr landesweite Lehrgänge für Anwärter. Diese Events werden in der Form eines Wochenend-Crashkurses absolviert. Der SFV bietet den Teilnehmern hierfür Verpflegung an. Wenn am Standort des Kompaktkurses an der Hermann-Neuberger-Sportschule Betten mit einer ausreichenden Anzahl zur Verfügung stehen, ist zugleich eine Übernachtung möglich.

Darüber hinaus finden in den einzelnen Landkreisen des Saarlands bei Bedarf zusätzlich dezentrale Anwärterlehrgänge statt. Im Gegensatz zum Blockunterricht in den Wochenend-Crashkursen erfolgt der Unterricht dazu an zehn Lehrabenden. Zur Lehrgangsmitte werden die Fitness und die Theoriekentnisse im Rahmen einer Zwischenprüfung ermittelt. Als weitere Alternative entwickelte der SFV in der Corona-Krise einen Internet-Lehrgang für angehende Schiedsrichter. Über die Plattform DFBnet konnten Teilnehmer hierfür mit einem individuellen Lerntempo und eigenständig die verfügbaren Lernmaterialien bearbeiten.

Abschlussprüfung für Anwärter mit schriftlichem Teil und Fitnesstest

Der Anwärterlehrgang im Saarland endet mit einer Abschlussprüfung. Diese Prüfung besteht aus zwei Teilen. In einer schriftlichen Regelprüfung zeigen die Anwärter, ob sie die Fußballregeln im Detail verstehen und korrekt anwenden würden. Außerdem gehört ein Fitnesstest zur Abschlussprüfung des Anwärterlehrgangs. Hierbei absolvieren die Teilnehmer Sprints und einen Langstreckenlauf. Das Alter und das Geschlecht entscheiden über die Leistungsvorgaben, die ein angehender Schiedsrichter für den erfolgreichen Abschluss erreichen muss.

Dadurch überprüft der SFV, ob die Sprintgeschwindigkeiten und die Ausdauer für einen Einsatz mit einer Dauer von bis zu 120 Minuten in einer Altersklasse genügen. Wer das komplette Spiel mit dem Ball wegen Konditionsproblemen nicht aus der Nähe verfolgen kann, ist für die Aufgaben eines Referees ungeeignet. Für das Bestehen ist es zwingend erforderlich, dass ein Teilnehmer beide Prüfungsteile jeweils mit der Mindestpunktzahl und in den vorgegebenen Zeiten besteht. Mit einem abgeschlossenen Anwärterlehrgang sind die Schiedsrichter für die Leitung der ersten Spiele zugelassen.

Betreuung der Anfänger durch Patenkonzept des Saarländischen Fußballverbands

Im Saarland stehen dem Schiedsrichternachwuchs nach der erfolgreichen Absolvierung der Anwärterlehrgänge betreuende Paten zur Seite. Diese Ansprechpartner erleichtern angehenden Spielleitern den Einstieg. Der Saarländische Fußballverband hat ein umfangreiches Patenkonzept entwickelt, um junge Schiedsrichter nach dem Abschluss der Anwärterlehrgänge langfristig zu halten. Denn viele Absolventen geben ihre Aufgabe als Referee nach wenigen Spielen ab. Das hängt vor allem mit Anfeindungen durch Spieler und Zuschauer zusammen. Bereitgestellte Paten sollen den Anfängern beim Umgang mit derartigen Problemen helfen. Die begleitenden Betreuer sind erfahrene Schiedsrichter, die zuvor zahlreiche Spiele geleitet haben und den Nachwuchs mit umfangreichen Erfahrungen unterstützen.

Paten beobachten Jungschiedsrichter in ihren ersten Spielen, die meistens im Nachwuchsfußball stattfinden. Daraufhin machen die Betreuer die neuen Referees auf Fehler aufmerksam und zeigen Möglichkeiten für die Verbesserung der Schiedsrichter auf. Zugleich bewerten die Paten die angehenden Spielleiter und erkennen währenddessen, ob die jungen Menschen die Tipps umsetzen. Im Anschluss an die ersten Partien führen die Unterstützer mit den Anfängern eine umfassende Besprechung durch. Hierbei analysieren der Jungschiedsrichter und der Pate kritische Spielsituationen, in denen Verbesserungspotenzial besteht. Bei der Betreuung des Schiedsrichternachwuchses ist es häufig entscheidend, das Selbstbewusstsein zu fördern.

Teilweise trauen sich die jungen Menschen nicht, harte Entscheidungen durchzusetzen. Das gilt vor allem für den Umgang mit Beschwerden der Spieler, die als typisches Meckern verwarnungswürdig sind. Paten verdeutlichen den Anfängern, dass sie einen unangebrachten Umgangston von Feldspielern und Torhütern nicht tolerieren dürfen. Ein besonders häufiger Kritikpunkt in der Anfangsphase ist sichtbare Angst. Paten wollen den jungen Spielleitern unbegründete Furcht nehmen und den Glauben an die eigene Souveränität einflößen.

Somit motivieren die Betreuer die neuen Referees dazu, mit einem selbstbewussten Auftreten und einer harten Linie die Beteiligten schon vor dem regelwidrigen Meckern abzuschrecken. Richtige Entscheidungen in schwierigen Spielsituationen werden in den Gesprächen gelobt. Durch die angemessene Ermutigung und Bestätigung sollen Nachwuchsschiedsrichter am Ende die notwendige Sicherheit gewinnen. Die richtige Mischung aus einem respektvollen Umgang mit den Spielern und der unangefochtenen Autorität von Schiedsrichtern ist das Ziel des Patenkonzepts.

Aufstieg durch Förderkader und Weiterbildungslehrgänge

Die vier Kreise des Saarländischen Fußballverbands verfügen jeweils über einen Förderkader, in dem talentierte Schiedsrichter auf zukünftige Aufgaben vorbereitet werden. Neben der Auffrischung der Regelkenntnisse und der Fitness steht dort die selbstkritische Analyse der Einsätze in Fußballspielen im Mittelpunkt. Die Kreise können besonders fähige Mitglieder ihres Förderkaders für einen Qualifikationslehrgang melden. In diesem Förderlehrgang werden herausragende Absolventen als Aufsteiger in die Leistungsklasse II befördert.

Durch Fort- und Weiterbildungslehrgänge mit sieben Pflichtlehrabenden erweitern Teilnehmer das bisherige Basiswissen aus dem Anwärterlehrgang. Dort thematisieren die verantwortlichen Referenten zugleich Regeländerungen. Eine einheitliche Auslegung der Fußballregeln ist ein wichtiges Ziel der regelmäßigen Fortbildungen.

Entscheidende Unterschiede zum Profifußball ohne technische Unterstützung

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In der Bundesliga ist der Einsatz des Videobeweises längst Gewohnheit, wenn auch nicht von allen gewünscht. Eine artverwandte Technik im Amateurfußball ist bisher aus Kostengründen nicht umsetzbar. Die FIFA plant mit dem Konzept "VAR light" die Einführung von günstigen technischen Hilfsmitteln im Amateurbereich. Im Rahmen der ersten Testprojekte prüfen Verbände, ob finanzierbare Alternativen zum professionellen Videobeweis in Amateurspielen sinnvoll sind.

Neben der fehlenden VAR-Technologie sind die Assistenten eine weitere Unterstützung, auf die Amateur-Schiedsrichter in der Praxis häufig verzichten müssen. Weil zu wenige Referees zur Verfügung stehen, ist der Einsatz von Linienrichtern oft gar nicht möglich. Zumindest auf der höchsten Landesebene in der Saarlandliga sind Schiedsrichter-Assistenten jedoch prinzipiell vorgesehen. Vierte Offizielle an der Seitenlinie gibt es stattdessen fast ausschließlich im Profifußball.

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07.04.2022

 

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