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JC STEWART

CBD und seine Wirkungen: Das ist belegt


CBD ist mittlerweile sprichwörtlich in aller Munde. Mittlerweile wird es sogar in der herkömmlichen TV-Werbung beworben. Doch ist es ein Wundermittel oder wie viel der postulierten Wirkung steckt wirklich dahinter? Dieser Artikel zeigt das Ganze genauer auf und gibt hilfreiche Tipps.


Abbildung 1: CBD Öl wird von immer mehr Menschen verwendet - doch welche Wirkungen sind letztlich wissenschaftlich belegt? Bildquelle: @ Enecta Cannabis Extracts / Unsplash.com

Belegte Wirkungen
Echte Fakten sind rund um CBD noch recht knapp vorhanden. Das liegt jedoch weniger am CBD als an den Studien, die sich bislang eher mit THC befassten und CBD nur Randnoten verteilten. Erst seit wenigen Jahren konzentriert sich die Wissenschaft gezielter auf das CBD, sodass die Studienlage natürlich noch rar gesät ist. Einige Wirksamkeiten sind dennoch belegt:

- Schmerzstillend – gerade die entzündungshemmende Wirkung von CBD dient der Schmerzlinderung. Studien belegen dies, doch auch die Erfahrungen von Konsumenten. Schmerzpatienten, die unter Rheuma oder Fibromyalgie leiden spüren bei einer dauerhaften Einnahme eine eindeutige Schmerzlinderung. Abseits der menschlichen Nutzung zeigt sich die schmerzlindernde Wirkung tatsächlich bei Tieren: Gelenkschmerzen gehen zurück.

- Beruhigend – CBD ist beruhigend, angstlösend und schlaffördernd. Diese Wirkung lässt sich ebenfalls erkennen und über Studien nachweisen. Auch bei Stress wirkt CBD, wobei die Erfahrung sagt, dass der Körper einer dauerhafte oder wenigstens längerfristige Einnahme benötigt, um sich vollständig auf CBD einzustellen.

- Abschwächend – da CBD ein großes Wirksamkeitsspektrum hat, wird es gerne als Zusatz in konventionellen Behandlungsmethoden genutzt. So empfiehlt selbst die deutsche Krebshilfe CBD zur Minderung der Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Bezüglich Krebs zeigen Studien sogar erstaunliche Ergebnisse, denn spezielle Tumorarten scheinen durch die Einnahme von CBD weniger stark zu wachsen oder gar zu verkümmern.

CBD ist ein Mittel, welches im ganzen Körper wirkt. Es wird von bestimmten Rezeptoren aufgenommen, die im Gehirn, aber auch im Verdauungstrakt sitzen. Dies verbreitert die Wirkung nochmals. Erste Forschungen mit Kleingruppen gaben auch bekannt, dass CBD positiv bei Epilepsie oder gar bei Demenzerkrankungen und Multipler Sklerose wirkt. Großuntersuchungen und Studien mit Großgruppen wurden bislang aber nicht allein mit CBD durchgeführt.

Diese Wirkungen sind wahrscheinlich
Vorab muss gesagt werden, dass CBD nicht wie eine gewöhnliche Schmerztablette wirkt. Während die Schmerztabletten eingenommen werden und kurz darauf die Schmerzweiterleitung der Nerven zum Gehirn unterbinden, benötigt CBD eine gewisse Zeit, damit sich der Körper darauf einstellt. Die Annahme, dass CBD wie eine Kopfschmerztablette eingenommen werden kann, ist somit falsch. Seriöse Händler und Ärzte werden immer dazu raten, das Mittel über vierzehn Tage langsam einzuschleichen, damit der Körper lernt, ›etwas damit anzufangen‹. Und nun? Die
Wirkungen im Überblick:

- Wo Probleme bestehen – CBD dockt an verschiedene Rezeptoren an. Somit wirkt es nicht speziell in einem Körperbereich oder bei einem Problem, sondern es wirkt ganzheitlich. Migränepatienten können somit mit CBD ihre Kopfschmerzen lindern, aber auch gleichzeitig eine schlaffördernde Wirkung erhalten oder gegen Durchfall ankämpfen.

- Entzündungslindernd – CBD hat eine entzündungshemmende Eigenschaft. Entzündungen verursachen zumeist Schmerzen, sodass die Linderung direkt mit geringeren Schmerzen einhergeht. Gerade bei chronischen Gelenkschmerzen ist dies ein Segen – sie basieren nämlich stets auf einer Entzündung.

- Entspannend – von sich aus entspannt CBD nicht. Doch wirkt es beruhigend und schlaffördernd, löst gleichzeitig Ängste, sodass am Ende eine entspannende Wirkung entsteht.

- Diverse Wirkungen – Menschen sind stets voreingenommen, wenn es um Medikamente oder Heilmittel geht. Viele Wirkungen lassen sich daher eher am Tier erkennen. So wirkt sich die Gabe von CBD bei Tieren oft positiv auf einen schmerzhaften Bewegungsapparat aus. Mitunter lässt sich eine vorteilhafte Wirkung auf das Fell und die Haut erkennen, sofern Schuppen oder fettiges Fell zurückgehen. Ob und inwieweit diese letztere Wirkung auf Menschen übertragbar ist, müssen Studien noch herausstellen. Bei Tieren ist sie meist schlichtweg besonders auffällig, wenn sich sonst nichts in der Haltung ändert.
Obwohl CBD viel bewirken kann, ist es kein Allheilmittel. Daher sollte es niemals ohne Abklärung mit einem Arzt eingenommen werden, vor allem nicht als Ersatz konventioneller Arzneimittel. CBD darf somit niemals die konventionelle Krebs- oder auch Epilepsietherapie ersetzen, unter Umständen aber unterstützen.
Auch dient es nicht dem Verdrängen von Problemen. Wer dauerhaft unter Angststörungen, Depressionen oder Schlafstörungen leidet, der muss diese Symptome abklären und eventuell in Therapien behandeln. CBD kann nur eine Hilfe bieten, nicht aber die Hintergründe der Störungen lösen.

Was ist beim Kauf zu beachten?
Leider wird gerade in großen Online-Verkaufsbörsen viel Hanföl als CBD angeboten, ohne dass überhaupt CBD im Produkt steckt. Interessenten müssen somit besonders gut hinschauen und ruhig auch die Bewertungen lesen. Gute Qualität ist beim Kauf das A und O. Allgemein gilt:

- Herkunft – CBD sollte aus Europa stammen und auch dort gewonnen worden sein. Das stellt sicher, dass die richtige Cannabispflanze genutzt wird. Diese hat einen hohen CBD-Anteil, dafür kaum THC.

- Bio-Qualität – CBD wird aus der gesamten Pflanze extrahiert. Die Bio-Qualität ist wichtig, damit nicht Dünge- oder Pflanzenschutzmittel ins CBD gelangen.

- Zusätze – CBD sollte so rein, wie nur möglich sein. Hanföl ist die Trägerbasis, der Rest besteht aus CBD, Terpenen und Omega-3-Fettsäuren. Aromastoffe können, je nach Öl oder Präparat, möglich sein, doch müssen auch diese dem Lebensmittelgesetz entsprechen.

- Mensch und Tier? – kann das CBD vom Hund oder der Katze eingenommen werden? Ja, doch sind die Präparate gerne mit Aromastoffen versehen. Hunde können auch menschliches CBD erhalten, Katzen aufgrund der Unverträglichkeit von Terpenen dauerhaft jedoch nicht.

- Preis – gutes CBD-Öl für Menschen kostet in einer 10-prozentigen Konzentration im Regelfall zwischen 40,00 und 50,00 Euro je 10 Milliliter. Tieröle sind günstiger, da die Konzentration deutlich niedriger ist.
Und mit welcher Konzentration sollten Interessenten beginnen? Ein 10-prozentiges Öl ist meist empfehlenswert, da es gut hoch und herunter dosiert werden kann. Nach rund zwei Wochen hat sich der Körper daran gewöhnt und es lässt sich sagen, welche Dosierung passend ist. Werden täglich etliche Tropfen eingenommen, kann sich beim nächsten Kauf ein höher dosiertes Öl eignen.


Abbildung 2: Wer auf Bio-Produkte setzt, hat am Ende mehr von seinem CBD Öl. Bildquelle: @ Matthew Brodeur / Unsplash.com

Fazit – CBD ist wirksam
Auch mit der dünnen Studienlage lässt sich erkennen, dass CBD wirksam ist. Allerdings muss es möglichst dauerhaft eingenommen werden beziehungsweise muss sich der Körper darauf einstellen, damit eine hohe Wirksamkeit gegeben ist. Wichtig ist, beim Kauf auf ein gutes – und echtes – CBD-Öl zu achten. Hanföl mag zwar in CBD enthalten sein, doch ist es kein CBD.

01.09.2021

 

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