Mit 16 hat man vermutlich noch nicht genug erlebt, um ein Album darüber zu schreiben.
Oder genau genug.
Nach drei veröffentlichten Singles legt Noleen am 16. Oktober ihr erstes Album „16“ vor. Acht brandneue Songs über eine Zeit, in der alles gleichzeitig passiert: Menschen kommen zu nah und verschwinden wieder, Vertrauen kippt, Gefühle werden größer als vernünftig wäre und manchmal hängt man eben nur noch *by a thread*.
Einige der Songs entstanden tatsächlich rund um Noleen’s 16. Geburtstag. Andere blicken auf genau diese Zeit zurück. Deshalb heißt dieses Album nicht „Growing Up“, „Teenage Something“ oder sonst irgendwie bedeutungsschwanger.
Es heißt einfach „16“
Musikalisch lässt sich Noleen dabei erfreulich schlecht auf eine Ecke festnageln. Da trifft die emotionale Wucht auf raue Schatten, moderner Alternative auf Indie-Melancholie und das mit Gitarren, die auch mal wieder dreckig klingen dürfen.
Und „16“ hat Stimmungsschwankungen. Ziemlich heftige sogar.
Was die Songs zusammenhält, ist Noleen’s Stimme. Sie versucht nicht, älter, größer oder abgeklärter zu klingen, als diese Geschichten sind. Gerade dadurch funktionieren die ruhigen Momente ebenso wie die Ausbrüche. Hier wird geflüstert, gezweifelt, angezogen, losgelassen und wenn nötig eben die Gitarre aufgedreht.
„16“ ist kein nostalgischer Rückblick auf Jugend. Noleen steckt mittendrin.
Vielleicht fühlt sich das Album deshalb stellenweise so ungefiltert an. Acht Songs aus diesem merkwürdigen Zwischenraum, in dem man längst kein Kind mehr ist, aber definitiv auch noch nicht herausgefunden hat, wie dieses Erwachsensein eigentlich funktionieren soll.
Melancholisch? Ziemlich.
Rock? Definitiv.
Ein bisschen crazy?
Sie ist 16. Was erwartet ihr?
19.10.2026