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Das Leben der indigenen Guaranie Indianer


Veranstaltungsdatum: 17.01.2018

Veranstaltungsort: Bildungszentum der Arbeitskammer


Argentinien: Das Leben der indigenen Guaranie Indianer

Unter dem Motto Fremde Länder, Kulturen und Menschen im Bildungszentrum setzen die Freunde des Abenteuermuseums die erfolgreiche und beliebte Vortragsreihe, mit authentischen Reiseberichten, auch im Jahr 2018 fort.

Den Auftakt macht am 17. Januar Hiltrud Hartman, die sechs Jahre in Argentinien
lebte und arbeitete und wo sie im Nordosten des Landes das Volk der Guaranies und ihre desolate Lebenssituation kennenlernte. Im Februar nimmt Klaus Hessenauer die Besucher mit in den Himalaya, dorthin „Wo der Wind betet“. Im März steht dann Kenia auf dem abwechslungsreichen Programm.
Hiltrud Hartmann berichtet über ihre Arbeit an einem Entwicklungshilfeprojekt, das sie bereits1985 begann um den Guarani-Kindern und Jugendlichen eine Zukunftschance zu geben. Die Lehrerin aus Saarbrücken sah die unermessliche Not dieser Menschen, denen man durch Raubbau den Wald, ihren Lebensraum und damit ihre Kultur genommen hat. Guaranies sind ursprünglich Jäger und Sammler. Sie besitzen kein eigenes Land, viele haben erst seit Kurzem Personaldokumente. Für ihre Kinder gab keine Schul- und Ausbildungsmöglichkeiten, und auch noch heute nur vereinzelt. Medizinisch sind sie nicht versorgt, viele sind immer noch unter- oder mangelernährt. Die katastrophalen hygienischen Verhältnisse in den ärmlichen Bambushütten übersteigen unsere Vorstellungskraft. Selbst große Familien, mit mehr als 10 Kindern, wohnen und schlafen in einer Hütte auf der Erde. Ein Feuer brennt Tag und Nacht und erfüllt die Hütte mit Qualm. Guaranies ernähren sich hauptsächlich von Mais und Maniok, größere Anbauflächen gibt es nicht, denn ihnen gehört das Land nicht, auf dem sie nur geduldet sind. Ohne Wald gibt es auch keine Jagdtiere. Da sie hilflos und ohne Perspektive sind, keine Unterstützung zur Umorientierung vom Staat erhalten, sind sie vom Aussterben bedroht. In Argentinien interessiert das die wenigsten Einwohner.

Der Entschluss, diesen Menschen zu helfen, stand für Hiltrud Hartmann sofort fest. Zusammen mit ihrem Mann steckte sie sich das Ziel, die Armut durch Schul - und Berufsausbildung für Guarani-Kinder zu beseitigen. Sie begannen und sind immer noch dabei, in den verschiedensten Dörfern, die Hilfe wollen, Vorschulen, Schulen, sanitäre Anlagen, Wasserversorgung zu errichten und den Kinder 1-2 Mahlzeiten pro Tag zu geben. Mittlerweile wurden fast ca.1000 Kinder alphabetisiert, 12 Schulen, 4 Kindergärten mit sanitären Einrichtungen und Vieles mehr gebaut. Hilfe zur Selbsthilfe ist die einzige nachhaltige Hilfe für Menschen in Not wie die Guaranies.
Wie sich ihre Situation allmählich verbessert, zeigt Hiltrud Hartmann, die jährlich mehrere Wochen vor Ort ist, am 17.01.2018, Beginn 19:00 Uhr im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel, Am Tannenwald 1. Wegen der großen Nachfrage wird um Anmeldung und Reservierung unter Tel.: (06849) 90 90 oder per E-Mail an: info.bzk.arbeitskammer.de gebeten. Der Eintritt ist wie immer frei, Freiwillige Spenden werden für die Guaranie Hilfe verwendet.
https://www.guarani-hilfe.de/


Fragen: klaus.hessenauer@web.de

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