Nickelback


Gern und oft wird das Treiben im Rockzirkus mit einem eigenen Kosmos in Verbindung gebracht. Bleiben wir doch einmal bei diesem Sinnbild. Die Astronomie beschreibt eine Supernova als das helle Aufleuchten eines Sterns mit millionenfach verstärkter Leuchtkraft. Dass dieses Phänomen das Lebensende eines Gestirns markiert, blenden wir dabei einmal aus. Das Leben auf Erden ist relativ, jedem Ende wohnt ein Neuanfang inne und ohnehin weiß man im Rockkosmos selten, wer gestern noch schwer angesagt war und heute schon wieder vergessen ist.

Nickelback sind sich dieses Naturgesetzes im Rockuniversum vollkommen bewusst – und deshalb halten sie sich daran. Äußerlich deutet alles darauf hin, dass der Stern Nickelback sich weiterhin rasant ausdehnt. Und ähnlich wie in der Astronomie sind es vor allem Zahlen, die den Erfolg und das Wachstum der Band stichhaltig dokumentieren: 27 Millionen weltweit verkaufte Alben, 13 gechartete Singles allein seit 2001 und ein heiß begehrter Grammy haben Nickelback den Eintrag in die Geschichtsbücher des Rock längst gesichert.

Ohrwürmer von „How You Remind Me“ bis „Rockstar“ sind aus dem Hörgedächtnis nicht mehr wegzudenken. Doch neben diesen messbaren Erfolgen, dem äußerlichem Glanz und Glamour gilt es, die Seele der Band darüber nicht zu vergessen. Nickelback haben die lebenswichtige Rückbesinnung auf sich selbst und ihre Fans niemals aus den Augen verloren und ihr mit „Dark Horse“ nun auch ideell ein Denkmal gesetzt. Angesichts des vielfachen Platinstatus’ der Kanadier mutet es seltsam an, wenn Chad Kroeger über „Dark Horse“ sagt: „Unser Erfolg ist nicht selbstverständlich. Wir wissen, dass all das schnell vorbei sein könnte und man von einem auf den anderen Tag in der Anonymität verschwinden kann.“

„Dark Horse“ - was im Deutschen soviel wie unbeschriebenes Blatt bedeutet - ist somit nicht nur jenen Musikern gewidmet, die trotz ihrer Qualitäten nicht im Rampenlicht stehen, obwohl sie es eigentlich verdienen. Vielmehr versuchen auch Nickelback, sich auf dem Zenit ihrer Karriere die Wertschätzung der Welt mit jedem Song auf’s Neue zu verdienen. Hierfür stellt die Band aus Alberta die strengsten Ansprüche an sich selbst: „Jeder einzelne Song soll absolut großartig sein, denn nichts anderes erwarte ich als Musikhörer selbst“, gibt Chads Bruder Mike selbstkritisch zu Protokoll. „Wir setzen uns seit unseren frühesten Tagen das Ziel, immer nur beste Ergebnisse abzuliefern. Das war schon so, lange bevor wir mit dieser Band Platten verkauft haben. Es hat sich bis heute bewährt. Und deshalb bleiben wir dabei.“


Chad Kroeger - Vocals, Guitar
Ryan Peake - Guitar, Vocals
Mike Kroeger - Bass
Daniel Adair - Drums, Vocals

Weitere Infos unter www.nickelback.com


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Letzte Aktualisierung:
06.09.2010, 08:29 Uhr

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