Genesis


Genesis zählen ohne Zweifel zu den größten Bands aller Zeiten. Über drei Dekaden umspannt die Karriere der britischen "Supergroup", die in den 70er Jahren zu den einflussreichsten Vertretern des so genannten Progressive-Rock gehörte und in den 80ern und 90ern nach einer unglaublichen musikalischen Verwandlung mit leicht zugänglichem Pop die internationalen Hitlisten eroberte.

Tony Banks (key), Peter Gabriel (voc, fl), Mike Rutherford (b, g) und Anthony Phillips (g) besuchten in den 60ern das ehrwürdige Charterhouse-Internat in Godalming, Surrey. Hier komponierten die Teenager teilweise unabhängig voneinander erste Songs und spielten in zwei Schulbands, aus denen Anfang 1967 die erste Version von Genesis entstand. Am Schlagzeug saß zunächst Chris Stewart, der durch John Silver und später durch John Mayhew ersetzt wurde. Erster Manager wurde der ehemalige Charterhouse-Schüler Jonathan King, der kurz zuvor mit "Everyone Is Going To The Moon" die britischen Charts erobert hatte. Er produzierte die ersten Demos, schlug den Bandnamen vor und brachte seine Zöglinge bei Decca Records unter.

Anfang 1968 erschien die Debütsingle "The Silent Sun", der jedoch kein Erfolg beschieden war. Auch das erste Album "From Genesis To Revelation" von 1969, das mit seinem kunstvollen, an die Moody Blues erinnernden Pop zumindest bei Kritikern angenehm auffiel, fand kaum Käufer. Das änderte sich erst als Genesis ins Profilager wechselten, verstärkt in Clubs und Universitäten auftraten und nach und nach ihren eigenen Stil fanden. Das im Oktober 1970 veröffentlichte zweite Album "Trespass" präsentierte bereits jene überlangen, aus Pop-, Klassik-, Rock- und Folk-Elementen zusammengesetzten Songgespinste mit dramatischen Arrangements und exaltiertem Gesang, die die Band zur aufregendsten progressiven Art-Rock-Formation der frühen 70er Jahre machen sollte.

Frontman Peter Gabriel verließ nach Abschluss einer triumphalen Welttournee im Jahr 1975 die Gruppe und startete eine erfolgreiche Solokarriere. Während Fans und Kritiker noch das Ende der Gruppe prophezeiten, übernahm Phil Collins die Rolle des Frontmanns. Im März 1976 meldeten sich Genesis mit "A Trick Of The Tail" zurück, das überraschenderweise alle Verkaufserfolge der Vorgängeralben übertraf.

Bis heute sind 15 Studioalben und fünf Konzertmitschnitte sowie zwei Archiv-Boxen und eine Live-DVD von Genesis erschienen. Was bis 2006 in der Diskographie der Band fehlte, war eine umfassende Retrospektive. Nach einer sechsjährigen Ruhephase der Band wurde diese Lücke mit der 3-CD-Box "Platinum Collection" und der DVD "The Video Show" geschlossen.


Mike Rutherford - Bass, Gitarre
Tony Banks - Keyboard
Phil Collins - Schlagzeug, Gesang

Weitere Infos unter www.genesis-music.de


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Letzte Aktualisierung:
06.09.2010, 08:29 Uhr

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